Autoren-Guide stellt REM vor und hat die Stimmen der Leser im Netz unter die Lupe genommen. Der Horror-Thriller von Annika Strauss in Zusammenarbeit mit Sebastian Fitzek ist am 19. März 2026 erschienen und wurde vom Verlag klar als Mischung aus Psychothriller und Horror positioniert. Genau dieser Genre-Mix sorgt aktuell für Diskussionen.
Im Mittelpunkt steht Alysee, die seit ihrer Kindheit von einer einzigen Erinnerung verfolgt wird: Ihr Vater fleht sie an, nicht einzuschlafen, doch als sie wieder erwacht, ist er tot. Jahre später führt ein Erbe sie zurück zu den Spuren jener Nacht. Das Buch verbindet damit Schlaf, Albträume, Erinnerung und Tod zu einer Geschichte, die bewusst auf düstere Bilder, psychologischen Druck und Schockmomente setzt.
Viele Leser loben vor allem die beklemmende Atmosphäre, die kurze Kapitelstruktur und die Grundidee, in der Traum und Wirklichkeit zunehmend verschwimmen. Positiv hervorgehoben werden außerdem das unheimliche Setting und der Versuch, klassischen Spannungselementen eine härtere Horror-Note zu geben. Wer Freude an finsteren Stoffen mit deutlichem Genre-Einschlag hat, findet hier nach vielen Stimmen einen schnell lesbaren, düsteren Thriller mit Horror-Ton.
Gleichzeitig fällt ein großer Teil der Resonanz deutlich kritischer aus. Vor allem Leser, die einen typischen Fitzek-Psychothriller mit realistischem Spannungsaufbau erwarteten, zeigen sich enttäuscht. In mehreren Stimmen ist von einem Stoff die Rede, der stellenweise eher in Richtung Science-Fiction oder Body-Horror kippt, während Plot, Figurenzeichnung und emotionale Bindung nicht immer alle Erwartungen erfüllen. Gerade diese Abweichung vom klassischen Thriller-Muster scheint einer der Hauptgründe für die gemischten Reaktionen zu sein
Im plattformübergreifenden Vergleich ergibt sich derzeit ein zurückhaltend gemischtes Bild: Auf Thalia steht REM bei 2,8 von 5 Sternen (71 Bewertungen), auf Amazon bei 2,8 von 5 Sternen (77 Bewertungen) und auf LovelyBooks bei 3,9 von 5 Sternen (27 Bewertungen). Als redaktioneller Richtwert ergibt das – über alle Bewertungen hinweg grob gewichtet – rund 3,0 von 5 Sternen. Eine offizielle Gesamtwertung ist das nicht, aber es zeigt klar: REM polarisiert.
Unterm Strich ist REM damit vor allem ein Buch für Leser, die offen in die Geschichte gehen und keinen reinen Fitzek im gewohnten Stil erwarten. Wer Lust auf einen härteren Mix aus psychologischer Spannung, düsterer Albtraum-Atmosphäre und Horror-Elementen hat, könnte hier genau das Richtige finden. Wer dagegen einen klassischen, realistisch geerdeten Psychothriller sucht, dürfte sich eher schwertun. Gerade diese Spannbreite macht den Titel interessant — und erklärt zugleich, warum die Leserstimmen aktuell so unterschiedlich ausfallen.
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